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Mandeln und Trockenfrüchte

Mandeln und Trockenfrüchte

15.12.2017 | Eines der wertvollsten Nahrungsmittel ist die Mandel. Sie ist seit Jahrhunderten ein existentielles Grundnahrungsmittel aller Menschen. Wussten Sie, dass Mandeln sehr viel wertvoller sind, wenn Sie sie abends einweichen?

 

Empfehlung: eingeweichte Mandeln

Mandeln sind eingeweicht sehr viel verträglicher, als trocken gegessen. Trockene Mandeln können schlecht vom menschlichen Verdauungssystem aufgenommen werden. Durch das Einweichen werden diese Stoffe gelöst und entfernt.

Abgebaut werden:

  • Phytinsäure

  • Tannine

  • Enzymhemmer Inhibin

Aufgebaut werden:

  • Nützliche Enzyme

  • Vitamine

Neutralisiert werden:

  • Giftstoffe, wie das Amygdalin aus den Bittermandeln, die vereinzelt vorkommen können.

 

Die tägliche Mandelportion

Es gibt viele gute Gründe täglich ca. 60 g Mandeln zu essen. Bei erhöhtem Cholesterinspiegel, bei erhöhtem Blutdruck oder um Körpergewicht zu reduzieren. Lesen Sie im Folgenden, wann der tägliche Genuss von eingeweichten Mandeln hilfreich sein kann. Aber auch ohne eines dieser Symptome lohnt es sich, täglich Mandeln zu essen.

 

Was 60 Gramm Mandeln täglich bewirken

  • Mandeln unterstützen das Wachstum der nützlichen Darmbakterien, denn sie wirken präbiotisch.

  • Indem sie das Ansprechen der Körperzellen auf Insulin erhöhen, schützen Mandeln vor Diabetes, (geringere Insulinresistenz). So konnten Zuckerkranke ihre Medikamentendosis erheblich reduzieren.

  • Spätestens nach vier Wochen senkten Mandeln den Cholesterinspiegel.

  • Mandeln erhöhen die Knochendichte (20% verringerte Bildung von Osteoklasten, 65% weniger Kalziumfreisetzung aus den Knochen nach Mandelverzehr im Vergleich zu Kohlenhydraten).

  • Verblüffend: Obwohl Mandeln Fett enthalten, reduzieren sie das Körpergewicht. Bereits nach 6 Monaten konnte eine um 62% größere Verringerung des Body-Maß-Indexes festgestellt werden. Auch Taillenumfang und Fettmasse nahmen ab.

  • Der Blutdruck sinkt nach 6 Monaten um ca. 11%.

  • Nach 6 Monaten des täglichen Verzehrs von Mandeln reduzierten sich die Symptome des metabolischen Syndroms (Übergewicht, hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes II).
     

Mandeln enthalten:

  • 54 – 60% Fettgehalt mit vielen, einfach ungesättigten Fettsäuren (der Ölsäure) sowie zu einem geringeren Teil aus der mehrfach ungesättigten Linolsäure.

  • 20% Eiweiß, Provitamin A, Vitamin B1 und B2 sowie Vitamin C.

  • Kohlenhydrate

  • Enzyme mit Hormoncharakter

  • Antioxidativ wirkende Polyphenole

  • Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Schwefel, Fluor und Eisen.

 

Mandeln im Ayurveda

Der Ayurveda stuft Mandeln als sehr wertvoll ein. Sie stärken das Herz und die Augen und schenken mehr Lebenskraft. Auch das Gehirn, der Stoffwechsel und die Nerven werden durch Mandeln gekräftigt. Als besonders gute Kraftquelle empfiehlt der Ayurveda den Verzehr von Mandeln in der Schwangerschaft und nach der Geburt. Auch bei Menstruationsbeschwerden werden Mandeln empfohlen.

 

Mandeln für jedes Dosha

Vata erhöhend:

  • Trockene, nicht gehäutete Mandeln

  • Mandeln, mit heißem Wasser blanchiert

Vata beruhigend:

  • In Wasser eingelegte Mandeln (mindestens zwölf Stunden) und anschließend gehäutet.

  • Frische Mandelmilch (Rezept siehe unten) zusammen mit eingeweichten Trockenfrüchten und duftenden Gewürzen.

Vata und Pitta beruhigend, Kapha erhöhend

  • Mandelpaste. Sie ist schwer verdaulich, gilt als Schleim bildend und blockiert Srotas, die feinen Transportwege im Körper. Nicht empfehlenswert bei erhöhtem Kapha.

 

Frische Mandelmilch selbst hergestellt - Rezept

Verwenden Sie Mandeln und Trockenfrüchte in Bio-Qualität, denn sie liefern die besten Nährstoffe.

Für eine Portion:

In einem Gefäß ungeschälte Mandeln über Nacht in Wasser einweichen (je nach gewünschter Konsistenz ca. 10-15 Stück).

Datteln, Aprikosen, Feigen oder Rosinen (ungefähr eine halbe Hand voll) in 300 ml Wasser einweichen. Diese können Sie in einer zweiten Schale oder gleich im Mixgefäß einweichen. Das Einweichwasser der Trockenfrüchte am nächsten Morgen nicht wegschütten, Sie verwenden es noch für die Mandelmilch!

Häuten Sie am nächsten Morgen die Mandel. Falls es schwer geht, noch einmal kurz mit heißem Wasser übergießen. Die abgespülten Mandeln zu den eingeweichten Trockenfrüchten geben und im Mixer pürieren.

Zimt, Kardamom, Safran, Kurkuma oder andere aromatische Gewürze können Sie ganz nach Belieben hinzufügen.

V- P- (K+)

Um eine Mandelpaste herzustellen werden Mandeln mindestens 12 Stunden eingeweicht. Anschließend die Haut abziehen und entweder von Hand mörsern oder in einem Mixer pürieren. Evtl. können Sie ein paar Tropfen des Einweichwassers dazugeben, damit die Paste weicher wird. Mandelpaste ist nur für Vata- und Pitta-Typen geeignet. Kapha-Menschen sollten nur sehr wenig oder gar nicht davon essen. Sie ist schwer verdaulich und wirkt Schleim bildend. Auch können die feinen Transportwege im Körper, die Srotas, blockiert werden.

 

Maharishi Ayurveda Privatklinik Bad Ems

www.ayurveda-badems.de

 



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