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    • #6740 Antworten
      Johanna
      Administrator

      1 kaiserin Hi ,ich habe diese brennde Frage .ich selber war noch nicht in Indien und bin noch ein frischling auf diesem spannenden Gebiet. Ich weiße dass man nicht alles 1zu 1 übernehmen kann,da wir hier ja schon mal in Europa ganz andere Beschwerden haben.Aber welche Anwendungen können z.B. im Wellnessbereich ohne bedenken angewendet werden und bei welchen sollte man eher vorsichtig sein . Liebe Grüße die Kaiserin Aw: Kann man indische anwendungen 1 zu 1 im westen übernehmen 31 Jan 2007 08:07

    • #6741 Antworten
      Johanna
      Administrator

      2 NN Liebe Kaiserin, Deine Frage lässt sich so nicht wirklich beantworten. Meine Frage an Dich: Was verstehst Du unter Wellness? Es müssen zwei Aspekte betrachtet werden, um sich einer Antwort anzunähern: 1. Ayurvedische Behandlungen sind an und für sich therapeutische Verfahren, die von Ärzten ausgeführt oder doch zumindest verordnet werden. 2. Ayurveda ist nicht nur ein Medizinsystem, sondern auch ein Gesundheitssystem, welches seinen Schwerpunkt auf den Bereich Prävention legt: Das heisst, Ayurveda lehrt uns, so zu leben/essen/denken, dass wir gar nicht erst krank werden. Ayurveda schult unsere Sensibilität und unser Bewusstsein für uns selbst, unsere Umwelt und für subtile (energetische) Vorgänge und Veränderungen in uns sowie um uns herum. An diesem zweiten Punkt könnte so etwas wie Wellness ansetzen (wenngleich mir das Wort nicht zusagt, da es immer auf eine gewisse Oberflächlichkeit schließen lässt).Das, was unter Wellness im Zusammenhang mit Ayurveda angeboten wird, sind Beratungen und manchmal auch Anwendungen (z.B. Massagen), die das Wohlbefinden steigern, die Abwehrkräfte stärken, Ama ausleiten und Doshas ausgleichen helfen, noch bevor im schulmedizinischen Sinne eine Krankheit entsteht.In wieweit dies unbedenklich eingesetzt werden kann hängt meiner Meinung nach ganz massiv von der Erfahrung und der Ausbildung des Anwenders ab. Ayurvedische Verfahren wirken, ähnlich wie z.B. die Homöopathie oder viele andere naturheilkundliche oder energetische Heilweisen, auf einer sehr subtilen Ebene. Welcher Schulmediziner würde erstmal auf die Idee kommen, dass es einen großen Unterschied machen könnte, in welcher Richtung der Körper massiert wird? Es sind subtile wie auch konkrete Faktoren, welche die Wirksamkeit ayurvedischer Verfahren, wie z.B. auch Massagen ausmachen. Deshalb muss derjenige, der z.B. Massagen anbietet, wissen, was er tut. Schulmedizinisch betrachtet, würde sich niemand beunruhigen, wenn ein (nicht ayurvedischer) Wellnessmasseur in der falschen Richtung oder mit dem falschen Öl massiert, handelt es sich doch ur um wohlige Wellness-Anwendungen. Ayurvedisch betrachtet kann genau diese Nachlässigkeit jedoch dazu führen, dass ein Mensch sich nach der Massage nicht besser sondern vielleicht sogar schlechter fühlt. Man muss hier also sehr genau differenzieren. Jeder kann Kamillentee im Supermarkt kaufen, und in normaler Dosis getrunken ist er unbedenklich. Wird der Tee aber exzessiv eingesetzt, so kann er durchaus Nebenwirkungen haben und Störungen verursachen. Dasselbe gilt für Mineraltabletten, Salz oder Nahrungsmittel, die im Ayurveda ja ebenso Heilmittel sind oder Krankheiten verschlimmern oder sogar auslösen können. Kein Gesetz und kein Schulmediziner würde den exzessiven Verzehr von Chili oder Tomaten bei Pitta-Dominanz verbieten … wer sich mit Ayurveda auskennt, würde aber einer solchen Person dringend davon abraten.Ich weiss nicht, ob Du verstehst, worauf ich hinaus will … ???? Oberflächlich betrachtet könnte man sagen: Was soll das schon ausmachen, wenn man einen Menschen ein bisschen mit Mehlpulver massiert? Das heisst, man könnte die Udvartana als Wellness-Behandlung anbieten, um das Hautbild zu verschönern. Schulmediziner würden nicht protestieren, genauso wenig wie sie an die Wirksamkeit von homöopatischen Mitteln oder spirituellen Heilweisen glauben. Wer Ayurveda praktiziert weiss jedoch um die subtile Wirksamkeit jeder Anwendung, jedes Gedankens und jedes Nahrungsmittels, das wir zu uns nehmen. Und entsprechend wird jeder Ayurveda-Praktizierende genau abwägen, was er ohne Bedenken anweden kann und was nicht.Beste Grüße, Nathalie Aw: Kann man indische anwendungen 1 zu 1 im westen übernehmen 31 Jan 2007 09:01

      • Diese Antwort wurde vor 8 Jahren, 1 Monat von Johanna geändert.
    • #6743 Antworten
      Johanna
      Administrator

      3 ayurveda2005 Hallo kaiserin,Gicht bleibt Gicht und Rheuma Rheuma…. ob es in Indien ist oder in Deutschland… aber auf alle Fälle gehört die Diagnose und Behandlung bzw die Anordnung von Behandlungen in die Hände eines Arztes! Doch wie schon vorher erwähnt im Ayurveda besitzt der präventive Bereich einen grossen Stellenwert! Empfehlungen für die Gesundheitspflege, Ernährung und vieles mehr können auch von Ayurveda- und auch Wellnesstherapeuten gegeben werden. Eine umfangreiche Ausbildung vorausgesetzt. Indien ein Land so gross wie Europa mit sehr unterschiedlichen Klima- und Vegetationszohnen hat von Wüste über Strände, Ebenen bis zu Gebirgen von + 56°C bis – 35 °C alles. Das in Kerala praktizierte Ayurveda kann nicht 1 zu 1 in den Himalaya ‘verfrachtet’ werden… genausowenig wie die Empfehlungen aus dem Himalaya nach Tamil Nadu. In den Samhitas findest Du die Empfehlung zur Jahreszeit, Klima etc…. dies kannst Du sehr wohl für Europa übernehmen. Doch ein Sommer ist nicht immer ein Sommer.. so müssen immer die Umstände berücksichtigt werden! Auch die Anwendungen im Ayurveda sind sehr unterschiedlich… alles was im Kapitel über Dinacharya geschrieben steht kann bedenkenlos ausgeführt werden… dort ist aber z.B. das Abhyanga andes zu berwerten (in puncto Öl und Ausführung) als wenn ich es in der Pancha karma Kur anwende… wie schon gesagt… eine fundierte Ausbildung ist die Basis!! Herzliche Grüsse Frank R.

      • Diese Antwort wurde vor 8 Jahren, 1 Monat von Johanna geändert.
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