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Ayurveda kann bei Arthrose helfen

Ayurveda kann bei Arthrose helfen

12.11.2017 | Dass Arthrose durch falsche Ernährung entsteht ist eigentlich eine gute Nachricht. Denn sie beinhaltet, dass durch eine Ernährungsumstellung Arthrose auch wieder, zumindest teilweise, heilbar ist.

 

Ist Arthrose über 50 normal?

Mit einer typgerechten Ernährung und einem ayurvedischen Tagesablauf kann jeder Mensch lebenslang gesund bleiben – so heißt es im Ayurveda. Nun gelingt es im Westen, und sicher auch in Indien, nicht vielen Menschen, stets nach den wunderbaren Empfehlungen des Ayurvedas zu leben. Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauf und auch Arthrose sind einige der vielen Ausdrucksformen von Ungleichgewicht im Körper.

Ayurveda sieht ein Ungleichgewicht immer als regulierbar an. Mit Entgiftungskuren, wie Panchakarma und einer Ernährungsumstellung, lässt sich in jedem Stadium einer Krankheit viel verändern. Die westliche Medizin hingegen sagt, wenn die Hälfte aller über Fünfzigjährigen Arthrose hat, dann ist das normal. Außer Schmerzmittel hat die westliche Medizin dem nicht viel entgegenzusetzen. Ein großer logischer Fehler.

Arthrose hat viel mit Ernährung zu tun

Was die westliche Medizin als altersbedingte Krankheit bezeichnet, ist eigentlich nur der Tatsache geschuldet, dass diese Art von medizinischer Behandlung keine Heilung für chronische Krankheiten kennt. Ayurveda hingegen ist Spezialist auf dem Gebiet der chronischen Krankheiten. Chronische Krankheiten entwickeln sich über einen langen Zeitraum, während dessen man immer wieder gegen seine Natur gelebt hat. Wer immer und immer wieder zur falschen Zeit isst, das falsche isst und auch seinen Tagesablauf alles andere als positiv gestaltet, sammelt Ama an. Auch geistiges Ama, das durch Ärger, Zorn und unverarbeitete Erlebnisse entsteht, trägt dazu bei, dass sich Krankheiten entwickeln können.

Wenn nun die Gelenke schmerzen, dann spricht der Körper eine klare Sprache: „Halt, so geht es bitte nicht weiter!“.

Ein Ayurveda-Therapeut ermittelt beim Arthrosepatienten mit Pulsfühlen, Augen- und Zungendiagnose das Ungleichgewicht im Körper und spricht stets ganz individuelle Empfehlungen aus, die helfen werden, das Dosha-Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Jede Krankheit entsteht aus Ama

Keine Krankheit fällt vom Himmel, auch Arthrose nicht. Krankheiten entwickeln sich langsam, und das hat vor allem mit der der Ernährung zu tun. Alles, was der Mensch als Nahrung zu sich nimmt, wird im Magen zerkleinert und wandert anschließend in den Darm. Mit viel Elan und pulsierenden Bewegungen wandelt der Darm alles, was ihm angeboten wird, in Energie um. Aber die Verdauungskraft eines Darms hängt von vielen Faktoren ab. Agni, das Verdauungsfeuer, muss hell brennen, um das Nahrungsangebot in reine Energie verwandeln zu können. Es hat zur Pitta-Zeit, also mittags zwischen 10 Uhr und 14 Uhr, die stärkste Kraft. Abends, wenn die Vata-Zeit in die Kapha-Zeit übergeht und die meisten Menschen ihre Hauptmahlzeit einnehmen, wird Agni schwächer und kann die Nahrung nur noch eingeschränkt verdauen. Was übrig bleibt, sind die unverdauten Stoffwechselrückstände, Ama genannt.

Agni, das Verdauungsfeuer

Man kann sich Agni wie ein Lagerfeuer vorstellen. Wenn das Holz trocken ist und ein leichter Wind bläst, verbrennt alles rückstandsfrei. Auch der Rauch riecht eher angenehm. Zurück bleibt ein kleines Häuflein Asche, das auch noch als Dünger seinen Dienst tut. Sind die Bedingungen schlecht, wie feuchtes Brennholz, regnerisches Wetter und völlige Windstille, dann qualmt das Feuer nur mühsam vor sich hin. Es werden Unmengen an Anzündhilfen verbraucht und dennoch kokelt das Holz nur rußend und stinkend vor sich hin. Zurück bleibt viel schwarz verkohltes Holz, das zu nichts mehr nütze ist. So kann man sich Ama vorstellen.

Ama und zu viel Vata

Wer viel Ama angelagert hat und jahrelang mit erhöhtem Vata lebt, ist leider für Arthrose prädestiniert. Kommen dann noch Übergewicht, Haltungsfehler und evtl. noch genetische Veranlagung dazu, steigt die Gefahr an Arthrose zu erkranken noch weiter an.

Solange die Arthrose noch ein leichter oder mittlerer Fall ist, sind die Chancen auf Gesundung mit Ayurveda recht groß! Mit einer konsequenten Ernährungsumstellung und einem ayurvedisch angepassten Tagesablauf ist es durchaus möglich, die Entwicklung der Arthrose wieder rückgängig zu machen. Je früher man damit beginnt, umso wahrscheinlicher ist der Heilungserfolg.

Drei Tipps bei Arthrose

Für eine individuelle Behandlung ist auf jeden Fall der Besuch bei einem Ayurveda-Therapeuten oder -Therapeutin notwendig. Aber es gibt drei Dinge, die für alle Arthrosepatienten wirksam sind:

1. Ghee ((http://www.ayurveda-portal.de/ayurveda-artikel/allgemein/26-herstellung-von-ghee))versorgt die Gelenke innerlich mit reichlich Schmierung.

2. Vata reduzierende Kost ist förderlich. ((http://www.ayurveda-portal.de/ayurveda-artikel/allgemein/1924-ernaehrungsempfehlungen-des-ayurveda-bei-stressbedingten-stoerungen))

3. Abhyanga ((http://www.ayurveda-portal.de/ayurveda-artikel/allgemein/2295-abhyanga-die-ayurvedische-oelmassage-fuer-zu-hause)) versorgt die Gelenke von außen mit Öl und entgiftet den Körper.

Ayurveda verlangt vom Patienten die Mitarbeit. Nur das Konsumieren von Tabletten und Salben ist nicht die Sache des Ayurveda. Jeder Mensch hat die Verantwortung für seine Gesundheit und dazu gehört auch das Verändern von Gewohnheiten, die dem Körper nicht guttun. Mit Hilfe der tiefgreifenden Wirkung von Ayurveda ist es jedem Menschen weitestgehend möglich, gesund zu bleiben oder zu werden.

Lisa Fenger, Ayurveda-Schatztruhe



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